KARLSRUHE
BOB für den Kreativpark
VON DAGMAR LANGE
An der Durlacher Allee in Karlsruhe soll in den nächsten Jahren ein Kreativpark entstehen. Eines der geplanten Gebäude ist ein Balanced Office Building (BOB), dessen Aussehen durch einen Architektenwettbewerb entschieden wurde.
Im Bereich Durlacher Allee und Ostauepark in der Karlsruher Oststadt, wo bis Ende 2006 der Schlachthof stand, sollen durch die räumliche Zusammenführung von Kulturzentren und künstlerischem Gewerbe ein neues Stadtquartier und damit zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstehen. Die Bauorganisation Bauen mit Werten Deutschland (BWD) plant dort ein Balanced Office Building mit ca. 4.000 m2 Bürofläche, das sich in die bereits bestehende homogene Baustruktur einfügen soll. Dafür hat BWD erstmalig einen kooperativen Wettbewerb unter sechs Architekturbüros ausgelobt. Als Gewinner ging die Arbeitsgemeinschaft asp Architekten mit UMnet aus Stuttgart hervor, weil ihnen die "städtebauliche Integration in den Kreativpark" besonders gelungen sei.
Das BOB soll durch geringe Lebenszykluskosten effizient werden. "Durch eine ausgewogene Bilanz aus Bauphysik und Anlagetechnik braucht das BOB nur 30 Cent/m2 Energiekosten im Monat", erläutert BWD- Vorstandsvorsitzender Friedhelm Lütz. Das mit Preisen ausgezeichnete BOB-Konzept setzt auf ein Kreislaufsystem aus Geothermie und Betonkernaktivierung für Kühlung und Wärme. Bei dem Objekt möchte Lütz ein Teileigentumsmodell durch den Verkauf an kleine Unternehmen realisieren. Der Bau soll im Frühjahr 2013 erfolgen und mit Methoden des "kybernetischen Baumanagements effizient gesteuert" werden.

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