Freitag, 5. Oktober 2012

"Wachstumkritik überflüssig - Erdölressourcen gehen jetzt zur Neige"


"Wachstumkritik überflüssig - Erdölressourcen gehen jetzt zur Neige" 

Eine Antwort auf den Artikel des Direktors des Institutes der deutschen
Wirtschaft, Michael Hüther

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/wirtschaftswachstum-die-grenzen-der-wachstumskritik-11906008.html

Leserbrief: 

Die Frage ist aus meiner Sicht nicht die, ob wir die Kritik am Wirtschaftswachstum WOLLEN! Herr Hüther verkennt in seinem Artikel die Realität, wenn er meint, dass der Blick auf kritische Ressourcenbestände weniger skeptisch werden würde, weil die Möglichkeiten steigender Ressourcenproduktivität positiver eingeschätzt werden. Fakt ist: Die Erdölressourcen gehen zur Neige – und zwar nicht im Jahr 2500, sondern JETZT! Das zeigt der Bericht der Bundeswehr, der dieses Szenario ab 2025 beschreibt. Betrachten wir einmal den EROEI, also das Verhältnis von gewonnener Energie zu eingesetzter, so sprechen diese Zahl ebenfalls für sich. 1930 wurde 1 Einheit Energie eingesetzt, um 100 Einheiten zu erhalten. Heute setzen wir  1 Einheit ein, um 5 Einheiten zu erhalten. (Quelle: Nate Hagans) Und dabei sprechen wir von Tiefseeöl, das außerdem bekannte Risiken birgt. Oder warum glaubt Herr Hüther bohren diese Unternehmen im weiten Meer. Weil es so viel Spaß macht, sich dabei den Wind um die Nase wehen zu lassen und wenn ein Unglück passiert, wir alle lustige Mäntelchen für Pinguine stricken dürfen. Dass einige Ökonomen diese dramatische Entwicklung immer noch nicht realisieren wollen, erstaunt mich maßlos. Ein Umdenken ist also aus meiner Ansicht kein Luxusproblem, wenn die anderen Bedürfnisse sind und man genug zu essen hat. Es ist vielmehr ein zwingendes Erfordernis, um 10 oder 20 Jahren keinen Zusammenbruch der Wirtschaftskreisläufe zu erleben. Laut Bundeswehrbericht hängen 90 Prozent aller industriell gefertigten Produkte von der Verfügbarkeit des Rohöls ab. Also, wäre die richtige Frage, wie der Alltag der deutschen Wirtschaft dann aussähe?

Friedhelm Lütz 

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